Slow Journalism – warum gute Geschichten Zeit brauchen
Slow Hiking, Slow Food, Slow Travel: Überall begegnet uns heute der Wunsch nach Entschleunigung. Nach weniger Tempo, nach mehr Bewusstsein und nach Momenten, in denen wir nicht ständig funktionieren müssen, sondern uns auch einfach mal zurücklehnen dürfen. Und nun taucht immer häufiger ein weiterer Begriff auf: Slow Journalism. Ein langsamer Journalismus also. Ist das nicht ein Widerspruch? Kann man es sich in einer Zeit, in der Nachrichten im Sekundentakt über die Bildschirme rauschen, überhaupt leisten, langsam zu sein?
Ich finde diese Frage spannend, denn sie betrifft nicht nur den Journalismus. Sie betrifft eigentlich unsere gesamte Art zu leben. Wir sind ständig erreichbar, ständig informiert und ständig auf dem Weg zum nächsten Termin. Und dabei haben viele Menschen das Gefühl, dass etwas fehlt: Nämlich Zeit für sich selbst, für Familie, Freunde, Hobbys.