Das Eszett gibt es auf der Schweizer Tastatur nicht und die Regeln, wie es richtig eingesetzt wird, kennt hierzulande fast niemand. Es sei denn, man ist Texterin oder Journalistin und schreibt auch für Kunden aus dem deutschsprachigen Ausland.Blog lesen
Heute hatte meine Enkelin ihren ersten Schultag. Und dazu gehört natürlich auch eine Schultüte. Oder, wie wir früher sagten: Zuckertüte.
Gegen Ende des letzten Jahrhunderts erkannte man in einer Gruppe von Schulanfängern in der Schweiz die deutschen Mädchen und Jungen sofort. Denn hier war diese Tradition unbekannt.
Das hat sich inzwischen geändert. Mit deutschen Migrantinnen und Migranten kam der Brauch auch in die Schweiz. Zudem sah man immer wieder in den sozialen Medien strahlende Erstklässler und Erstklässlerinnen mit bunten Tüten. Die Idee, die Einschulung, einen besonderen Meilenstein im Leben ihres Kindes, auf diese Weise sichtbarer zu machen, gefiel offenbar auch Schweizer Eltern. Immer mehr übernahmen den Brauch. Blog lesen
Wenn wir über Nachrichten reden, meinen wir meistens die ganz grosse Weltbühne: globale Krisen, internationale Abkommen oder die neuesten Trends aus den Metropolen. Das ist wichtig, keine Frage. Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass viele vor lauter Weitblick das übersehen, was direkt vor unserer Haustür passiert. Gut, dass sich Lokaljournalismus genau darum kümmert und aus der eigenen Region informiert.
Für mich ist Lokaljournalismus kein „kleiner Bruder“ der grossen Auslandskorrespondenz. Es ist eine ganz andere Disziplin. Warum? Weil man hier nicht aus der sicheren Distanz eines Redaktionsbüros in New York oder Berlin schreibt. Wer lokal berichtet, schreibt für die Menschen, mit denen er Tür an Tür lebt oder die er am nächsten Tag beim Bäcker wiedertrifft. Das erfordert eine ganz andere Form von Verantwortung, Gründlichkeit und vor allem: echte Bodenhaftung. Lokaljournalismus ist oft auch Slow Journalism, denn er ist weniger gehetzt und kennt manche seiner Leser persönlich. Blog lesen
Für mich ist die Arbeit im Homeoffice ideal. Manchmal, aber eher selten, schreibe ich einen Text direkt nach einer Veranstaltung im Zug, in einem Restaurant oder auf einer Parkbank. Aber eigentlich bin ich nie so unter Zeitdruck, dass ein Bericht sofort fertig sein muss. Ich kann also gut in meinem Büro daheim arbeiten.
Mich würde interessieren, wie ihr das seht: Arbeitet ihr lieber im Homeoffice oder werdet ihr dort zu stark abgelenkt und bevorzugt deshalb eine Redaktion, einen Coworking Space oder ein Büro vor Ort?
Ich glaube, im Homeoffice gibt es vor allem zwei Typen von Menschen: Die einen arbeiten von morgens bis abends konzentriert durch und verfolgen konsequent ihre Ziele. Die anderen lassen sich schneller ablenken und schieben Aufgaben gerne vor sich her. Und wo ordne ich mich da ein? Ich bin da wohl eher ein „Mischwesen“.
„Bist du eigentlich Influencerin?“ Diese Frage wird mir tatsächlich immer wieder gestellt. Ich muss dann jedes Mal lachen.
Die Antwort lautet ganz klar: Nein! Mir macht Instagram einfach Spass und dass mein Account „Sabineinderkabine“ so eine grosse Reichweite hat, das war nie geplant.
Der Account wächst seit Jahren kontinuierlich und in manchen Monaten erreichen meine Beiträge weit über eine Million Aufrufe, im Mai 2026 waren es beinahe zwei Millionen. Das überrascht mich selbst vielleicht am meisten. Wer mich kennt, weiss, dass mein Instagram-Profil kein Business ist. Es ist mein Hobby. Ich zeige mich nicht vor der Kamera, ich spreche nicht in Videos und ich inszeniere keinen perfekten Alltag. Stattdessen fotografiere ich Traktoren, halte Momente aus der Landwirtschaft fest und teile etwas, das mir einfach Freude macht. Ganz unverkrampft und ohne den Anspruch, perfekt zu sein.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum es funktioniert? Blog lesen
Ich habe schon lange den Wunsch, Kolumnen zu schreiben. Allerdings nicht nach einem Briefing und auch nicht mit dem Druck, dass regelmässig etwas geliefert werden muss, sondern einfach dann zu schreiben, wenn ich etwas zu sagen habe. Es reizt mich, festzuhalten, was mich beschäftigt, was mich ärgert, überrascht, zum Nachdenken oder zum Lachen bringt oder manchmal auch einfach querliegt.
Gebucht wurde ich über die Jahre für vieles: Porträts, Interviews, Reportagen und Texte, die erklären, informieren oder eine Geschichte erzählen sollen. Eine Kolumne stand allerdings nie auf dieser Liste.
Warum ich immer wieder daran gedacht habe
Eine Kolumne darf persönlicher sein. Sie darf eine eigene Meinung haben. Sie darf Ecken und Kanten zeigen. Sie muss nicht alles erklären und auch nicht auf jede Frage eine fertige Antwort liefern. Das ist natürlich etwas anderes, als neutrale Berichterstattung für die Zeitung.
Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als ich als Allrounderin in einem Büro arbeitete. (Ist es tatsächlich schon bald zwanzig Jahre her?) Damals lag oft ein ganzer Stapel Bewerbungsmappen auf meinem Schreibtisch. Eine schöner gestaltet als die andere. Hochwertiges Papier, sorgfältig ausgedruckte Unterlagen und oft kreativ zusammengestellte Mappen. Es war meine Aufgabe, daraus eine erste Auswahl zu treffen. Das war wirklich nicht immer einfach.
Heute sieht die Welt ganz anders aus. Kaum jemand verschickt noch eine klassische Bewerbungsmappe mit der Post. Bewerbungen landen in Onlineportalen, werden digital erfasst und teilweise sogar von einer Software geprüft, bevor sie überhaupt im Personalbüro auf dem Bildschirm erscheinen. Vieles von dem, was damals wichtig war, hat sich verändert. Gleichzeitig sind neue Anforderungen dazugekommen. Blog lesen
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