Für mich ist die Arbeit im Homeoffice ideal. Manchmal, aber eher selten, schreibe ich einen Text direkt nach einer Veranstaltung im Zug, in einem Restaurant oder auf einer Parkbank. Aber eigentlich bin ich nie so unter Zeitdruck, dass ein Bericht sofort fertig sein muss. Ich kann also gut in meinem Büro daheim arbeiten.
Mich würde interessieren, wie ihr das seht: Arbeitet ihr lieber im Homeoffice oder werdet ihr dort zu stark abgelenkt und bevorzugt deshalb eine Redaktion, einen Coworking Space oder ein Büro vor Ort?
Ich glaube, im Homeoffice gibt es vor allem zwei Typen von Menschen: Die einen arbeiten von morgens bis abends konzentriert durch und verfolgen konsequent ihre Ziele. Die anderen lassen sich schneller ablenken und schieben Aufgaben gerne vor sich her. Und wo ordne ich mich da ein? Ich bin da wohl eher ein „Mischwesen“.
„Bist du eigentlich Influencerin?“ Diese Frage wird mir tatsächlich immer wieder gestellt. Ich muss dann jedes Mal lachen.
Die Antwort lautet ganz klar: Nein! Mir macht Instagram einfach Spass und dass mein Account „Sabineinderkabine“ so eine grosse Reichweite hat, das war nie geplant.
Der Account wächst seit Jahren kontinuierlich und in manchen Monaten erreichen meine Beiträge weit über eine Million Aufrufe, im Mai 2026 waren es beinahe zwei Millionen. Das überrascht mich selbst vielleicht am meisten. Wer mich kennt, weiss, dass mein Instagram-Profil kein Business ist. Es ist mein Hobby. Ich zeige mich nicht vor der Kamera, ich spreche nicht in Videos und ich inszeniere keinen perfekten Alltag. Stattdessen fotografiere ich Traktoren, halte Momente aus der Landwirtschaft fest und teile etwas, das mir einfach Freude macht. Ganz unverkrampft und ohne den Anspruch, perfekt zu sein.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum es funktioniert? Blog lesen
Ich habe schon lange den Wunsch, Kolumnen zu schreiben. Allerdings nicht nach einem Briefing und auch nicht mit dem Druck, dass regelmässig etwas geliefert werden muss, sondern einfach dann zu schreiben, wenn ich etwas zu sagen habe. Es reizt mich, festzuhalten, was mich beschäftigt, was mich ärgert, überrascht, zum Nachdenken oder zum Lachen bringt oder manchmal auch einfach querliegt.
Gebucht wurde ich über die Jahre für vieles: Porträts, Interviews, Reportagen und Texte, die erklären, informieren oder eine Geschichte erzählen sollen. Eine Kolumne stand allerdings nie auf dieser Liste.
Warum ich immer wieder daran gedacht habe
Eine Kolumne darf persönlicher sein. Sie darf eine eigene Meinung haben. Sie darf Ecken und Kanten zeigen. Sie muss nicht alles erklären und auch nicht auf jede Frage eine fertige Antwort liefern. Das ist natürlich etwas anderes, als neutrale Berichterstattung für die Zeitung.
Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als ich als Allrounderin in einem Büro arbeitete. (Ist es tatsächlich schon bald zwanzig Jahre her?) Damals lag oft ein ganzer Stapel Bewerbungsmappen auf meinem Schreibtisch. Eine schöner gestaltet als die andere. Hochwertiges Papier, sorgfältig ausgedruckte Unterlagen und oft kreativ zusammengestellte Mappen. Es war meine Aufgabe, daraus eine erste Auswahl zu treffen. Das war wirklich nicht immer einfach.
Heute sieht die Welt ganz anders aus. Kaum jemand verschickt noch eine klassische Bewerbungsmappe mit der Post. Bewerbungen landen in Onlineportalen, werden digital erfasst und teilweise sogar von einer Software geprüft, bevor sie überhaupt im Personalbüro auf dem Bildschirm erscheinen. Vieles von dem, was damals wichtig war, hat sich verändert. Gleichzeitig sind neue Anforderungen dazugekommen. Blog lesen
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